Archiv der Kategorie 'Literatur / Film'

Film über das Internetcafé Planet13

 

Der Film über das Internetcafé Planet13 zum 10-jährigen Jubiläum (14. Juli 2017) kann hier angeschaut werden.

Produktion: Melanie Eberhard, Joschka Vogt, Steve Heller

http://www.dailymotion.com/video/x5x3cpn

68 – was bleibt? / Ueli Mäder

68 – was bleibt? / Ueli Mäder

368 Seiten, 23.5 × 15.5 cm, gebunden
ISBN 978-3-85869-774-5, 1. Auflage

Mit Bildteil
Erschienen am 20.04.2018

Ab 1968 strahlt das Schweizer Fernsehen farbig aus. Ab jetzt ist alles bunter. Die Tagesschau berichtet über Proteste in aller Welt. Sie kommen von Berkeley nach Bern, von San Francisco nach Solothurn. Auch in der Schweiz demonstrieren Tausende gegen den Krieg in Vietnam. Angehende Lehrerinnen streiken im Seminar in Locarno. Lehrlinge lehnen sich gegen autoritäre Lehrmeister auf. Die Stones schlagen neue Töne an. Fans schwingen mit und fordern autonome Jugendzentren. »Wehret den Anfängen!«, titelt die Neue Zürcher Zeitung am 17. Juni 1968.
Was haben die 68er-Revolten bewirkt? Kulturell viel, politisch wenig, so lautet eine gängige These. Zu Recht? Ueli Mäder befragte Protagonistinnen und Protagonisten nach ihren Erfahrungen und Wahrnehmungen. In 68 Interviews und zahlreichen historischen Dokumenten scheinen Debatten und Projekte auf, die damals Stadt und Land in Bewegung versetzten.
Porträtiert sind u.a. Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Hardy Hepp, Barbara Gurtner, Thomas Held, Claudia Honegger, Urs Jaeggi, Jürg Marquard, Trudy Müller-Bosshard, Elisabeth Joris, Anne-Marie Pfister, Anna Ratti, Regula Renschler, Franz Rueb, Ruth Barbara Stämpfli, Res Strehle, Paul Ignaz Vogel, Walter Wegmüller, Sus Zwick. Auch Filippo Leutenegger und weitere Nach-68er, die heute bürgerlich etabliert sind, kommen zu Wort.

Das Buch erscheint mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia und Swisslos-Fonds Basel-Stadt.

Ueli Mäder, geboren 1951, ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Basel und der Hochschule für Soziale Arbeit.

Film: Assessment

Film: Assessment

Der Film zeigt die von Macht und Ohmacht geprägten Gespräche zwischen Experten und in Not geratene Menschen; Betroffene.
Er blickt hinter die Kulissen des schweizerischen Sozialstaates.
Der Film wurde am 27. Juni 2015 in Anwesenheit des Regisseurs, Mischa Hedinger, im Internetcafé Planet13, gezeigt.
Er erhielt inzwischen Preise und ist äusserst sehenswert. Wir empfehlen ihn.
Besuchen Sie die Webseite!

Schwarzbuch Syngenta

Schwarzbuch Syngenta

schwarzbuch_syngenta-2Dem Basler Agromulti auf der Spur. Hrsg.: MultiWatch. Ungekürzte Ausgabe
Der Basler Agromulti Syngenta ist der grösste Pestizid- und drittgrösste Saatguthersteller weltweit und gilt als der Zwilling des US-Konzerns Monsanto.
Die Basler Regionalgruppe von MultiWatch organisierte im April 2015 einen Gegenkongress zum Auftritt Syngentas als Hauptpartner der Stadt Basel an der Weltausstellung in Mailand. Sie lud eine Delegation aus Hawaii und den entlassenen ehemaligen Präsidenten der Syngenta-Gewerkschaft in Pakistan ein, ihren Protest an die Generalversammlung des Multis zu tragen. Im Mai organisierte sie den ersten ›March against Monsanto and Syngenta‹ in Basel mit mehr als 1200 Teilnehmer_innen.
Mit dem vorliegenden Schwarzbuch ziehen die AktivistInnen von MultiWatch eine erste Zwischenbilanz ihrer Kampagne. Sie zeichnen ein Porträt des Konzerns und seines Versuchs, die kapitalistische industrielle Landwirtschaft als alleiniges Zukunftsmodell und Absatzmarkt für die konzerneigene Agrogentechnik und Agrochemie zu fördern.

Das Schwarzbuch zeigt, wie sich Syngentas Produkte und Politik rund um die Welt auf die Biodiversität und die kleinbäuerliche Landwirtschaft auswirken. Syngentas Bemühen, Patente auf Nutzpflanzen zu erlangen, wird als ein Aspekt der neoliberalen Akkumulation durch Enteignung analysiert. Fallbeispiele aus Brasilien und Paraguay zeigen, dass letztere durchaus auch in offene Gewalt umschlagen kann.
Das AutorInnenkollektiv versteht dieses Schwarzbuch als Beitrag zur weltweiten Bewegung gegen die Agrobusinesskonzerne und für das Recht auf Ernährungssouveränität. Es widmet das Buch dem brasilianischen Aktivisten Keno von der Bewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais sem Terra), der 2007 von den Angestellten einer von Syngenta beauftragten Sicherheitsfirma erschossen wurde.
Das Schwarzbuch Syngenta ist ein Gemeinschaftswerk der Basler MultiWatch-AktivistInnen und enthält Gastbeiträge von Vandana Shiva, Miguel Altieri, Elizabeth Bravo, Martin Forter, Florianne Koechlin, Markus Spörndli, Marianne Spiller, Greenpeace Schweiz, kriPo kritische Politik an den Hochschulen Zürichs, Foundation of Agrarian Studies, Brot für Alle, Erklärung von Bern, Schweizer Allianz Gentechfrei, Longo Mai und Solifonds. Für die grafische Gestaltung sorgte das junge Basler Team Origami Design.
ISBN 978-3-85990-283-1 / Einband: Kunststoffeinband / Herausgeber: MultiWatch Miguel Altieri Vandana Shiva / Seitenzahl: 250

Wie viele Sklaven halten Sie?

Wie viele Sklaven halten Sie?

wie_viele_sklaven_halten_sie3Moral lässt sich nicht outsourcen!
Wenn Sie Kleidung tragen, Nahrung zu sich nehmen, ein Auto fahren oder ein Smartphone haben, arbeiten derzeit ungefähr 60 Sklaven für Sie und mich. Ob wir wollen oder nicht. Und ohne dass wir das veranlasst hätten. Wie fühlen Sie sich damit? Dies fragt BWL-Professorin Evi Hartmann und meint es nicht rhetorisch!
Unsere Wirtschaft macht uns alle zu Sklavenhaltern – das führt uns jedes Drei-Euro-T-Shirt und jede Reportage über die Sweatshops in der Dritten Welt vor Augen. Dennoch machen wir weiter mit. Wir können die Globalisierung nicht abschaffen, auch können wir die Spielregeln nicht ändern. Doch wir können anders spielen, zeigt die Expertin für globale Netzwerke.
Evi Hartmanns Buch …
– … zeigt: Menschen werden ausgepresst, Preise immer stärker gedrückt. Die Fabrikarbeiterinnen in den Sweatshops verlieren Gesundheit und Leben und wir unsere moralischen Grundsätze, intakte Umwelt und Weltklima. Wir wissen das und wir machen trotzdem alle immer weiter mit – als Unternehmer, Manager, Professoren, Lehrer, Konsumenten.
Taschenbuch / Seitenzahl 224

Erscheinungsdatum: Februar 2016 / Sprache: Deutsch / ISBN: 978-3-593-50543-5

Film: Die Armutsindustrie

Film: Die Armutsindustrie

armutsindustrie-2Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=din8eeZ_WOI
Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=MhXQVc45rQE
Teil 3: https://www.youtube.com/watch?v=xDjKdfRxmxM
Insgesamt 35 Min. / Sprache: D
Eine neue Industrie, die viel Umsatz macht dank den Erwerbslosen, die „Neue Arbeit“.
Regie: Die Journalistin Eva Müller, siehe Wikipedia
Siehe: Artikel, die Armutsindustrie profitiert von Hartz IV
Siehe: Die Armutsindustrie – wie billig Arbeitslose arbeiten können, dürfen, müssenDie Armutsindustrie – wie billig Arbeitslose arbeiten können, dürfen, müssen

Die griechische Tragödie

Die griechische Tragödie
Griechische_Tragödie-2Rebellion, Kapitulation, Ausverkauf
Nikos Chilas/Winfried Wolf
ISBN 978-3-85371-403-4, br., 232 Seiten, 17.90 Euro
Wir haben mitgefiebert – am 25. Januar 2015, als die Wahlergebnisse in Griechenland einen Erdrutschsieg für Syriza verkündeten. Wir haben mitgestritten – im Frühjahr 2015, als Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis medienwirksam die zerstörerische Politik der Troika anprangerten. Wir haben mitgelitten – am 5. Juli 2015, als es im griechischen Referendum das überwältigende OXI („Nein“) gab und als in den Tagen danach Schäuble, Juncker, Dijsselbloem & Co. dennoch ihre Erpressungspolitik durchsetzen konnten.
Und heute? Nach der Kapitulation von Tsipras und Syriza? Nach dem Ja der Syriza-Mehrheit im Verbund mit den alten Parteien für ein drittes Memorandum? Nach dem 20. September 2015 mit dem neuerlichen Wahlerfolg einer erheblich veränderten Syriza?
Die Autoren Nikos Chilas und Winfried Wolf stellen die aktuelle griechische Tragödie, die mit der Durchsetzung des EU- und IWF-diktierten Austeritätsprogramms noch lange nicht beendet ist, in einen historischen Kontext. Sie spüren den deutsch-griechischen Beziehungen bis ins Jahr 1941 nach, als die Wehrmacht das Land besetzte. Griechischen Forderungen nach Reparationszahlungen und Wiedergutmachung wichen Bonn und Berlin beharrlich aus; und als 2001 eine Athener Gerichtsvollzieherin mit einem höchstgerichtlich bestätigten Urteil vor dem griechischen Goethe-Institut auftauchte und die Einrichtung konfiszieren wollte, intervenierte Deutschland politisch dagegen.
Deutsche Knute und deutscher Druck ziehen sich als braun-schwarzer Faden durch die griechische Zeitgeschichte. Ohne ihre Kenntnis ist die heutige Situation in Griechenland nicht erklärbar. Chilas und Wolf erzählen darüber faktenreich und stellen die Bezüge zu heute dar.
In der Geschichte der Europäischen Union gibt es einige wuchtige Marksteine. Römische Verträge, Europäisches Währungssystem, Euro-Einführung, Osterweiterung. Doch die Erfahrung im Jahr 2015, als einem EU-Land die Souveränität abgesprochen wurde, stellt den vielleicht wichtigsten Einschnitt in der 60-jährigen Geschichte der europäischen Einigung dar. Und zwar in dreifacher Hinsicht: Erstens geschichtlich – hinsichtlich der Beziehungen Griechenlands zum restlichen Europa. Zweitens ökonomisch – hinsichtlich der Zuspitzung der Eurokrise und der auf die Spitze getriebenen Austeritätspolitik. Und drittens politisch – hinsichtlich der Bedeutung der griechischen Erfahrung für die europäische Linke.
Die Autoren
Nikos Chilas, geboren 1944, war jahrelang Korrespondent des griechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ERT in Deutschland und Österreich. Seit 2009 berichtet er für die griechische Tageszeitung „To Vima“.
Winfried Wolf, geboren 1949 in Horb am Neckar, studierte Politikwissenschaften in Freiburg und Berlin. Von 1994 bis 2002 war er Mitglied des deutschen Bundestags. Chefredakteur von „Lunapark21 – Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie“. Im Promedia Verlag sind von ihm bisher erschienen: „Verkehr. Umwelt. Klima. Die Globalisierung des Tempowahns“ (2. Auflage 2007) und „Sieben Krisen, ein Crash“ (2007).

Macht.ch – Geld und Macht in der Schweiz.

Macht.ch – Geld und Macht in der Schweiz.

MACHT
Ueli Mäder
macht.ch
Geld und Macht in der Schweiz
1. Auflage November 2015 / 512 Seiten – 13,5 × 20,4 cm, Klappenbroschur / ISBN 9783858696632 / CHF 39,90

1989 besassen die 300 Reichsten in der Schweiz 82 Milliarden, Ende 2014 bereits 589 Milliarden Franken. Hat ihre Macht entsprechend zugenommen?
Sichtbare und unsichtbare Macht
Wer hat wie viel Macht in der Schweiz? Wer nimmt seinen Einfluss wie wahr? Und welche Rolle spielt dabei das Geld? Ueli Mäder analysiert das Zusammenspiel wirtschaftlicher, politischer und gesellschaft­licher Dynamiken.

Europäische Sozialpolitik und Wohlfahrtsproduktion „von unten“

Europäische Sozialpolitik und Wohlfahrtsproduktion „von unten“
Ellen Bareis, Thomas Wagner (Hrsg.)

Politik_mit_Armut-2ISBN: 978-3-89691-714-0
344 Seiten / Preis: 36,90 € / Erschienen: 2015
Eine neue Konjunktur der Armutspolitik ist festzustellen. Sie löst sich von der sozialen Frage und äußert sich vor allem als „Armutsbekämpfungspolitik“. Als verantwortlich für die Bearbeitung von sozialer Ungleichheit und Armut gelten die „Betroffenen“ selbst und die Zivilgesellschaft. Symbolische Politiken und Öffentlichkeitsarbeit treten in den Vordergrund, „Armutsbekämpfungspolitik“ blendet strukturelle Zusammenhänge systematisch aus.
Das Buch Politik mit der Armut stellt die Widersprüche einer Armutspolitik „von oben“ ins Zentrum der Analyse, nimmt sowohl politische Prozesse der Produktion sozialer Ausschliessung als auch die Anstrengungen von Menschen zur Aneignung gesellschaftlicher Ressourcen in den Blick und wirft Fragen nach sozialen und politischen Alternativen auf.

Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise

Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise
Ein New Deal für Europa
Von Yanis Varoufakis / James K. Galbraith / Stuart Holland

Bescheidener-2Nach dem spektakulären Regierungswechsel in Griechenland ist die Aufregung in Europa groß – im Zentrum der Diskussionen stehen der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis und die wirtschaftlichen Verhandlungen, die über die Zukunft Europas entscheiden werden. Doch was will Yanis Varoufakis wirklich? In diesem Debattenbuch analysieren er und seine Co-Autoren die Ursachen der Eurokrise und machen konkrete Vorschläge zu ihrer Lösung. Sie benennen vier eng zusammenhängende Faktoren:
– Die Bankenkrise
– Die Schuldenkrise
– Die Investitionskrise
– Die soziale Krise
Für jedes dieser Probleme schlagen die Autoren pragmatische Lösungen vor, die weder neue Institutionen erfordern noch gegen geltendes EU-Recht verstoßen – und zudem Geber- wie Nehmerländer erheblich entlasten würden. Sie fordern nicht weniger als einen New Deal für Europa.
Yanis Varoufakis, geb. 1961, lehrte als Professor für Wirtschaftswissenschaften und ökonomische Theorie u.a. an den Universitäten von Essex, Cambridge, Sydney und Athen, zuletzt an der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs der Universität in Austin, Texas. Er ist Autor zahlreicher Bücher…
James K. Galbraith, geb. 1952. Der amerikanische Ökonom und Autor ist derzeit Professor an der Lyndon B.Johnson School of Public Affairs der Universität von Austin, Texas, außerdem Senior Scholar am Levy Economics Institute des Bard College.
Stuart Holland, geb. 1940, war als Ökonom Mitglied des Britischen Unterhauses und Berater u.a. von Harold Wilson und Jacques Delors. Er lehrt derzeit als Visiting Professor of Economics and der Universität Coimbra. (64 Seiten / erschienen im März 2015 / Übersetzt von Ursel Schäfer / ISBN 978-3-95614-052-5)